BU

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Die Abkürzung BU oder BUZ steht für Bildunterschrift oder Bild(unter)zeile. In dieser kur­zen → Darstellungsform beschreiben, erläutern oder kommentieren Journalisten, was auf Fotos oder anderen Illustrationen zu se­hen (oder nicht zu sehen) ist. Sorgfalt ist dabei vor allem auf die Na­men von Personen zu verwenden.

Da die meisten Leser auf einer Seite zuerst die Fotos betrach­ten und danach zur Bildunterschrift springen, ist die BU wichtig, um ihre Aufmerksamkeit zu bin­den oder zu erhö­hen. Zur BU, die unter oder links/rechts neben das Bild (manch­mal auch ins Bild hin­ein) gestellt wird, gehört der Nachweis, von wem das Foto stammt (Na­me oder → Kürzel des Fotografen oder der Nachrichtenagen­tur). Wenn die Redaktion das Bild inhaltlich verändert oder in einer Foto­montage bear­bei­tet hat, sollte dies vermerkt sein, zum Beispiel mit einem [M] für Mon­tage. Auf Ar­chivfotos oder gestellte (inszenierte) Bilder sollte die BU ebenfalls hinweisen.

Bildzeilen er­scheinen oft in einer anderen Schriftart oder einem anderen Schriftschnitt. Mitunter tragen sie eige­ne → Über­schriften oder laufen mit einer → Spitz­marke an. Für ‘Bildunterschrift’ nutzen Journalis­ten auch die Begriffe Bildtext oder Legende (lat. legendum = das zu Lesende) (vgl. auch → journalis­tischer Jargon).

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Gunter Reus
*1950, Prof. Dr., ist apl. Professor i. R. für Journalistik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Arbeitsschwerpunkte: Kulturjournalismus, Pressejournalismus, Journalismusforschung, Sprache und Stil der Massenmedien. Kontakt: gunter.reus (at) ijk.hmtm-hannover.de Gunter Reus hat Einführungsbeiträge zum → journalistischen Jargon sowie zu → Sprache und Stil im Journalismus geschrieben. Gerade erschienen: Reus, Gunter: Marcel Reich-Ranicki. Kritik für alle. Darmstadt [wbg Theiss] 2020

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