Shitstorm

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Wortherkunft und Definition:
Als Shitstorm wird in der digitalen Kommunikation das kaskadenhafte oder lawinenartige Vorkommen von → Schmähkritik und Empörungsäußerungen vor allem in sozialen Netzwerken und in den Kommentarspalten von Internetseiten bezeichnet. Der Shitstorm ist sprachlich ein ‚false friend‘, also nur ein vermeintlicher Anglizismus. Denn im Englischen gehört der Begriff in die Soldatensprache, wo er als Ausdruck für aussichtslose Gefechtssituationen gebräuchlich ist (Prinzing 2015: 154). Im angloamerikanischen Sprachraum ist für das Internetphänomen eher der Ausdruck ‚flame war‘ üblich (vgl. Lea u. a. 1992: 89; Moor u. a. 2010: 1536).
Einen Popularitätsschub soll das Wort bei der Bloggerkonferenz re:publica 2010 durch den Vortrag des Internetaktivisten Sascha Lobo unter dem Titel ‚How to survive a shit storm‘ erhalten haben (Lobo 2010). Im Jahr 2011 wurde der Begriff in Deutschland zum ‚Anglizismus des Jahres‘ gewählt, in der Schweiz kürte eine Jury ihn 2012 zum ‚Wort des Jahres‘ (vgl. Prinzing 2015: 154).

Geschichte:
Das Phänomen selbst ist älter als der Begriff. Die Äußerung von Empörung und persönlich herabsetzender Kritik gehört zu den wesentlichen Funktionen menschlicher Kommunikation. Dabei darf der Hinweis auf die Emotionalität, die in Shitstorms waltet, nicht darüber hinwegtäuschen, dass Shitstorms sehr wohl kontrollierte und mit Bedacht eingesetzte Meinungsäußerungen darstellen können, etwa im politischen Kontext. Denn sofern der Vortrag von Empörung besondere Wirkung entfalten kann, gehört er durchaus zu den rationalen Kommunikationsstrategien und schließt an eine historische Traditionslinie der Rhetorik an. Auch Prinzing weist darauf hin, dass der Begriff Shitstorm mit seiner negativen Konnotation „von vornherein jede Empörung“ diskreditiere, obwohl er etwa in einem deliberativen Kontext auch positive Seiten haben kann (Prinzing 2015: 154; Habermas 2008: 139).

Schon in der aristotelischen Rhetorik spielen ‚deinosis‘ (Übertreibung, Empörung) und ‚eris‘ (Streit, Feindseligkeit) eine wichtige Rolle (Rapp 2002: 46). In der Ars Rhetorica des spätrömischen Gelehrten Fortunatian zählt die ‚indignatio‘, d. h. die Empörung über den Gegner, neben der ‚recapitulatio‘ (der Zusammenfassung der Argumente) und der ‚miseratio‘ (der Erregung von Mitleid) zu den elementaren Schlussstrategien einer erfolgreichen Rede (Schulz 2014: 171; Martin 1974: 83).

In den Fuggerzeitungen, den handschriftlich verfertigten Korrespondentenberichten der frühen Neuzeit, die als Vorform der modernen Zeitung gelten können, spielten, wie Oswald Bauer herausgearbeitet hat, Spott und Schmähungen eine wichtige Rolle (Bauer 2008: 33). Pasquillen, also Spott- und Schmähgedichte, waren seit der Renaissance eine weit verbreitete literarische Darstellungsform, die ob ihres inkriminierenden Charakters auch in die Rechtsgeschichte eingegangen sind (Schmidt 1985: 26 f.): Wer rhetorisch über die Stränge schlägt, der konnte gestern wie heute, ob in barocken Flugschriften oder in den Shitstorms der modernen → sozialen Netzwerke, mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Die herabwürdigende Äußerung über konkrete Personen gehört in einen der wenigen Bereiche, der bis heute in Deutschland nicht – oder nur in sehr engen Grenzen – durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt ist. Die Grenze, die der Gesetzgeber hier zieht, ist die gleiche, die aus der rhetorischen Tradition bekannt ist: In der Rhetorik wird von alters her zwischen Argumenten ‚ad rem‘, also zur Sache, und Argumenten ‚ad personam‘, also gegen eine Person gerichtete Angriffe, unterschieden (Dieckmann 2005: 264). Und im heutigen Rechtssystem sind um der → Meinungsfreiheit willen auch „falsche“, „wertlose“ oder „unbegründete“ Meinungen geschützt, da „in einer pluralistischen Gesellschaft verbindliche Maßstäbe zur Entscheidung solcher Wertfragen gerade nicht zur Verfügung stehen“, nicht dagegen aber Meinungsäußerungen, bei denen „es nicht mehr um die Sache, sondern allein um die Beschimpfung einer Person geht“ (Branahl 2006: 84).
Die politische Rhetorik kennt und nutzt dennoch die ‚argumenta ad personam‘, die Methoden der persönlichen Herabsetzung.

In den einschlägigen Handbüchern werden eine ganze Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, die, leicht angepasst, auch für Shitstorms in den Social Media wirksam sein können:
• Ungünstige Seite hervorheben, günstige abschwächen oder verschweigen;
• Negative Attribute häufen;
• Den Gegner mit negativen Werten koppeln;
• Uneigennützige Ziele des Gegners als eigennützige ausgeben;
• Fehler des Gegners ins Maßlose vergrößern;
• Fehler Dritter dem Gegner zuschieben, Erfolge dem Gegner absprechen;
• Zitate des Gegners verzerren;
• Durch Assoziationen diffamieren;
• Gegnerische Schlagworte neudefinieren (vgl. Zimmermann 1969: 160 f.).

Persönliche Verunglimpfungen begleiten auch die Online-Kommunikation nahezu von Beginn an. Wie David H. Crocker, der schon in der Forschungsgemeinschaft zur Entwicklung des Arpanet als Vorstufe des heutigen Internets aktiv und an der Entwicklung des E-Mail-Dienstes beteiligt war, in einem Internetforum berichtet, gab es Fälle von „flaming“ schon früh nach der Erfindung der E-Mail im Jahr 1971: „Email in the form we now know it, started in the early 1970s. Flaming appeared immediately“ (Crocker 2013; vgl. auch Hänßler 2014). Den Startschuss gab der erste reguläre E-Mail-Client, das von John Vittal erstellte Programm MSG, das erstmals einen ‚Reply‘-Schalter vorsah und damit die Möglichkeit, E-Mail-Nachrichten unmittelbar zu beantworten und zu kommentieren. Die simple Antwortmöglichkeit habe, so Crocker, vorschnelle und wenig überlegte Erwiderungen nahegelegt (Crocker 2013).

Die seit Ende der 1970-Jahre entstehenden Bulletin Board Systems, allen voran das 1979 begründete Usenet (= Unix User Network), sorgten für die weitere Dissemination des Phänomens Flame War oder Shitstorm im Feld der computervermittelten Kommunikation. Das Usenet organisierte sich thematisch nach Interessensgebieten. Neben zahlreichen Usenetforen zu Computerthemen gab es bald auch Foren zu Hobbys, Religion, Politik, Sexualität, Abtreibung oder Vegetarismus. Jedes einzelne Themenfeld für sich eignete sich für Empörungskaskaden. Ein besonderer thematischer Zuschnitt war aber nicht nötig, um einen Shitstorm auslösen zu können. Man könnte dieses Phänomen wissenschaftlich als Shitstorm-Arbitrarität bezeichnen: „In allen Gruppen lösten oft schon Rechtschreib- und Grammatikfehler Pöbeleien wie ‚Lern erst mal richtig Englisch‘ aus – die gern und oft mit ‚Grammatik-Nazi!‘ pariert wurden“ (Hänßler 2014). Das Hacker’s Dictionary führte schon 1983 das Lemma ‚flaming‘, wenn auch noch mit einer etwas anderen Bedeutungsnuance: „to speak rabidly or incessantly on an uninteresting topic or with a patently ridiculous attitude“ (Steele u. a. 1983).

Vom Usenet wanderte das Shitstorm-Phänomen weiter in die Kommentarspalten der Blogosphäre und von Onlinemagazinen. Die eingebaute Kommentarfunktion in populären Content-Management-Systemen wie WordPress beförderte das nachhaltig. Mit einem selbst initiierten Shitstorm gegen den Computerhersteller Dell hat es der amerikanische Journalist und Blogger Jeff Jarvis zu einer Art Evangelist der Blogosphäre gebracht. Womöglich hat er auch die Initialzündung für die idiosynkratische Wortbildung Shitstorm geliefert. Denn Jarvis hatte sich nach einem Laptop-Kauf über den Kundenservice von Dell geärgert und darauf mit einem Blogartikel unter der Überschrift ‚Dell ist scheiße‘ reagiert. Der Titel war nach Jarvis‘ Bekunden mit Bedacht gewählt, denn „wenn man bei Google irgendeinen Markennamen in Verbindung mit ‚Scheiße‘ eingibt, findet man die entsprechenden Kundenbewertungen (…). Es gab schon ein paar Millionen Einträge unter ‚Dell ist scheiße‘“ (Jarvis 2009: 27). Jarvis‘ Blogpost fand millionenfach Verbreitung und führte dazu, dass die Firma Dell ihren gesamten Kundenservice umbaute (ebda.: 34 f.).

Gegenwärtiger Zustand und Forschungsstand:
Soziale Netzwerke wie Facebook oder vKontakte bilden die Bulletin Board Systems des frühen Internet nach und erweitern sie um das aktive social networking: Das Kommentieren der Pinnwand-Beiträge anderer erhöht die eigene Sichtbarkeit und ist zusammen mit der Möglichkeit, auch → Kommentare zu kommentieren, wesentliche technische Voraussetzung dafür, dass die ‚Gefällt mir‘-Kultur auch eine Shitstorm-Kultur geworden ist (vgl. Disselhoff 2012: 107 ff.).
Fehlende nonverbale Kommunikationsmarker, wie sie aus der face-to-face-Kommunikation bekannt sind, können also Auslöser für kommunikatives Missverstehen sein, das eine emotionale Reaktion provoziert (vgl. McKee 2002: 411). Dies hatte beispielsweise die Einführung von Emoticons zur Folge und auch die Netikette, also Online-Benimmregeln, die zuerst ebenfalls für das Usenet kodifiziert wurden, zum Beispiel dem weitverbreiteten Dokument RFC 1855 (Hambridge 1995).

Kruger u. a. (2005: 925) ziehen darüber hinaus die Möglichkeit gegenseitigen Verstehens in Online-Kommunikationsformen wie E-Mails insgesamt in Frage, was sie einerseits auf übertriebenes Vertrauen in die kommunikativen Möglichkeiten zurückführen. Andererseits konstatieren sie einen kommunikativen Egozentrismus, womit die inhärente Schwierigkeit gemeint ist, sich in der Bewertung der Perspektive eines anderen von der eigenen Perspektive zu lösen (Kruger u. a. 2005: 925). Die Medienpsychologie führt außerdem den sogenannten Online-Enthemmungseffekt (engl. online disinhibition effect) an, womit die Deindividuation und die nur reduzierte Wahrnehmung der Gefühle des Kommunikationspartners gemeint ist (Kiesler u. a. 1985: 77). Die vermeintliche Anonymität gerade in sozialen Netzwerken wie Facebook scheint diesen Effekt noch zusätzlich zu unterstützen.

Dabei sollte den medienkompetenten Online-Usern klar sein, dass echte Anonymität im Internet prinzipiell nicht oder nur mit hohem technischen Aufwand zu realisieren ist. Andernorts wurde diese Form der Anonymität im Netz als ‚Oberflächen-Anonymität‘ identifiziert und auf die Ambivalenzen und Paradoxien dieser Erscheinung im Onlinemedienalltag hingewiesen: Einerseits sucht der User in sozialen Netzwerken ein Medium der → Öffentlichkeit und will dann doch anonym, also nicht-öffentlich, bleiben. Andererseits könnte gerade der Schutz der vermeintlichen oder Oberflächen-Anonymität dazu verleiten, sich in besonderer Weise die Blöße zu geben oder durch besonders aggressives Kommunikationsverhalten aufzufallen, was auch als Cyberbullying bezeichnet wird (Haarkötter 2015: 135; vgl. auch Qian/Scott 2007: 1450; Wong-Lo 2011; Fawzi 2009).

Aber wie kommt es von der einzelnen, ob emotional oder rhetorisch-rational motivierten, Meinungsäußerung zum Sturm, also zur massenhaften Kundgebung von Empörung ‚ad personam‘? Hierzu bieten sich in der Forschungsliteratur verschiedene Erklärungen an.
Eine Untersuchung des PewResearchCenter hat den Vorschlag gemacht, solche Formen von Anschlusskommunikation mit Elisabeth Noelle-Neumanns Konzept der Schweigespirale zu erklären. Demzufolge seien Menschen weniger bereit, ihre (politische) Meinung zu äußern, wenn sie glaubten, dass ihre Position eine Minderheitsmeinung sei. Die Pew-Forscher haben 1801 erwachsene Personen sowohl nach ihrer Meinung zu den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden befragt, als auch nach ihrer Bereitschaft, diese Meinung direkt oder in Onlinemedien zu äußern. Zwar waren 86 % der Befragten bereit, im persönlichen Gespräch ihre Meinung zu äußern, aber nur 42 % wollten dies über Kanäle wie Facebook oder Twitter tun. Dieser Wert änderte sich allerdings, wenn sie zu der Auffassung gelangten, dass ihre persönliche Ansicht in der entsprechenden Teilöffentlichkeit z. B. einer Facebookgruppe mehrheitsfähig war. Das unterstreicht die Bedeutung von peer groups in der Online-Kommunikation und macht deutlich, dass stark wertende Einzelkommentare in sozialen Medien leichter entsprechende Anschlusskommunikationen finden (Hampton u. a. 2014).

Es wurde allerdings schon kritisch darauf hingewiesen, dass das hier zugrunde liegende theoretische Modell weniger mit der sog. Schweigespirale, als einfach mit Anpassungsverhalten in verschiedenen sozialen Kontexten zu tun hat (Böhm 2014).
Peter Moor hat in einem Onlineexperiment das Verhalten der Probanden bei Shitstorms erforscht. 1420 zufällig ausgesuchte Online-User bekamen eine präparierte Website zu sehen, und zwar 707 Probanden einen Stimulus-Text mit für einen Shitstorm typischen Elementen und 713 Probanden einen Text ohne solche Elemente. Dabei konnten sie sich eingeladen fühlen, ihrerseits den Text zu kommentieren oder auch nicht. Moor kam zu dem Ergebnis, dass Teilnehmer eher bereit waren, sich an dem Shitstorm zu beteiligen, wenn vorherige Kommentatoren dies auch schon getan hatten, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunftsland (Moor 2007: 1).
Den typischen Verlauf von Shitstorms hat Andreas Köster untersucht, allerdings auf schmaler Basis mit wenigen Einzelereignissen: nämlich den Shitstorm nach der Enthüllung von Sexreisen für Versicherungsvertreter der Ergo-Gruppe, den Shitstorm gegen die Deutsche Post zur Einführung des E-Postbriefs, den Shitstorm anlässlich des Wiesenhof-Skandals sowie einen der Shitstorms, dem sich die Deutsche Bahn auf Facebook ausgesetzt sah. Aufgrund dieser Datenbasis hat Köster ein dreigliedriges Schema des typischen Shitstorm-Verlaufs postuliert:

1. Pre-Phase: „Normalniveau“ von Beitragsaufkommen, Autoren, Quellen und Tonalität
2. Akute Phase: Hohe Dichte zumeist negativer Beiträge mit starken Schwankungen im Beitragsaufkommen
3. Post-Phase: Dauerhaft erhöhtes Beitrags-Aufkommen mit negativer Tonalität

Ein Shitstorm dauert nach Kösters Erhebung durchschnittlich 27,8 Tage, wobei die Dauer der Tage vom ersten bis zum letzten Peak, also mit den höchsten Werten an einzelnen Beiträgen, zwischen sechs und 17 Tagen schwankte. Der prozentuale Anstieg der Anzahl kommentierender User im Vergleich zur Pre-Phase schwankte zwischen 8 % und 1.853 %.

In all seinen Facetten werfen Internet-Shitstorms in der Forschung medienpsychologische, kommunikationswissenschaftliche, medientheoretische, aber auch medienpraktische Fragen auf. Die medienpsychologischen Erklärungen unterstellen unbewusstes mentales Handeln, bei dem ein nicht als bewusst vorstellbares Missverstehen Auslöser für die Eskalation von Empörungskaskaden ist. Im Bereich der → Kommunikationswissenschaft ist fraglich, wie der Internet-Shitstorm von anderen emotionalisierenden, pejorativen (Online-)Kommunikationsformen abzugrenzen ist (vgl. z. B: Derks u. a. 2008: 773 f.; Schiewer 2014: 78 ff.; Wagner 2014: 132 ff.) und wie methodologisch mit den Mitteln der ‚sentiment analysis‘ des Phänomens Herr zu werden ist (vgl. hierzu die Beiträge in Gaber u. a. 2015). Medientheoretisch steht in Frage, wie der Shitstorm als Internet-Mem und als Medienereignis funktioniert und die digitale Kultur prägt (vgl. Shifman 2013: 364 f.; Shifman 2014) sowie auf welche Weise er überhaupt → Wirkung entfalten kann (oder eben auch nicht, vgl. Spiller/Hintzen 2014: 5). Medienpraktisch wirft der Shitstorm gleich eine große Zahl an Fragen auf, etwa ob er als Ereignis prognostizierbar, in seinem Verlauf beeinflussbar und ob seine präsumptiven (auch wirtschaftlichen) Folgen eindämmbar oder gar vermeidbar sind (vgl. Steinke 2014: 19; Puttentat 2012: 16). Inzwischen wird gar die Forderung nach ‚Shitstorm-Mediatoren‘ laut (Sohn 2012).

Literatur:

Bauer, Oswald: Pasquille in den Fuggerzeitungen. Spott- und Schmähgedichte zwischen Polemik und Kritik (1568–1605). Wien [Böhlau] 2008.

Branahl, Udo: Medienrecht. Eine Einführung. 6. Auflage. Wiesbaden [VS Verlag] 2006.

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Crocker, David E.: History of Flaming. Diskussionsbeitrag in der Mailingliste internet-history@postel.org, 2013. http://internet-history.postel.narkive.com/JQMEu70d/ih-history-of-flaming [26.01.2022].

Derks, Daantje; Agneta H. Fischer; Arjan Bos: The role of emotion in computer-mediated communication: A review. In: Computers in Human Behavior, 24, 2008, S. 766–785.

Dieckmann, Walther: Streiten über das Streiten: Normative Grundlagen polemischer Metakommunikation. Tübingen [Niemeyer] 2006.

Disselhoff, Felix: Gefällt mir! Das Facebook-Buch. Heidelberg u. a. [mitp] 2012.

Fawzi, Nayla: Cyber-Mobbing. Ursachen und Auswirkungen von Mobbing im Internet. Baden-Baden [Nomos] 2009.

Haarkötter, Hektor: Anonymität im partizipativen Journalismus. Empirische Untersuchung der User-Kommentare auf journalistischen Facebook-Seiten. In: Grimm, Petra; Tobias O. Keber; Oliver Zöllner (Hrsg.): Anonymität und Transparenz in der digitalen Gesellschaft. Stuttgart [Franz Steiner], 2015, S.133-150.

Habermas, Jürgen: Hat die Demokratie noch ein epistemische Dimension? Empirische Forschung und normative Theorie. In: Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI. Frankfurt/Main [edition suhrkamp] 2008, S.138-191.

Hambridge, Sally: rfc 1855. Netiquette Guidelines. Intel Corp. https://tools.ietf.org/html/rfc1855 [26.01.2022].

Hänßler, Boris: Geschichte des Shitstorms. Am Anfang war das Pöbeln. In: Spiegel Online, 22.01.2014. http://www.spiegel.de/einestages/vom-flamewar-zum-shitstorm-geschichte-des-internet-gepoebels-a-953266.html [26.01.2022].

Hampton, Keith; Lee Rainie; Weixu Lu; Maria Dwyer; Inyoung Shin; Kristen Purcell: Social Media and the ‚Spiral of Silence’. In: PewResearchCenter, 26.08.2014. http://www.pewinternet.org/2014/08/26/social-media-and-the-spiral-of-silence/ [27.01.2022].

Jarvis, Jeff: Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert. Dt.: Heike Holtsch. 3. Auflage. München [Heyne] 2009.

Köster, Andreas: Das Phänomen Shitstorm. Business Intelligence Group. 2012. http://www.big-social-media.de/news_publikationen/meldungen/2012_06_04_Shitstorm.php [27.01.2022].

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Prinzing, Marlis: Shitstorms: Nur Wutstürme oder begründete demokratische Proteste? In: Imhof, Kurt; Roger Blum; Heinz Bonfadelli; Otfried Jarren; Vinzenz Wyss (Hrsg.): Demokratisierung durch Social Media? Mediensymposium 2012. Wiesbaden [VS] 2015, S. 153-176.

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Reichelt, Jonas: Informationssuche und Online Word-of-Mouth: Eine empirische Analyse anhand von Diskussionsforen. Wiesbaden [Gabler] 2013.

Schiewer, Gesine Lenore: Studienbuch Emotionsforschung. Theorien – Anwendungsfelder – Perspektiven. Darmstadt [WBG] 2014.

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Shifman, Limor: Memes in a Digital World: Reconciling with a Conceptual Troublemaker. In: Journal of Computer-mediated Communication, 18, 2013, S. 362-377.

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Wagner, Elke: Intimate Publics 2.0. Zur Transformation des Privaten und des Öffentlichen in Social Network Sites. In: Kornelia Hahn (Hrsg.): E<3Motion. Intimität in Medienkulturen. Wiesbaden [Springer], 2014, S. 125-150.

Wong-Lo, Mickie: Cyberbullying: Responses of adolescents and parents toward digital Aggression (=Dissertation Abstracts International, A: The Humanities and Social Sciences). AnnArbor [BiblioBazaar] 2011.

Zimmermann, Hans-Dieter: Die politische Rede. Der Sprachgebrauch Bonner Politiker. Stuttgart [Kohlhammer] 1969.

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Prof. Dr., ist seit 2018 Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt politische Kommunikation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Von 2014 bis 2018 war er Fachbereichsleiter Journalismus und Kommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Er hat 20 Jahre als Fernsehjournalist und -regisseur für beinahe alle öffentlich-rechtlichen Sender sowie Arte gearbeitet. Als Buchautor veröffentlichte er zuletzt im Herbert von Halem Verlag den Band Motor/Reise in der Reihe Basiswissen für die Medienpraxis (2016, mit Evelyn Runge) sowie Die Kunst der Recherche (2015, UVK) – ein Thema, über das er auch in seinem gleichnamigen Weblog (www.kunstderrecherche.de) schreibt. Wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte: Medientheorie, Medienphilosophie und empirische Kommunikationsforschung. Kontakt: hektor.haarkoetter (at) h-brs.de Zum Thema Recherche im Journalismus hat Hektor Haarkötter einen → Einführungsbeitrag geschrieben.