Judentum

28
Vossische Zeitung Judentum
Ullstein: Vossische Zeitung, 1932

Etymologie

Das deutsche Wort Judentum ist abgeleitet vom griechischen Ausdruck ‚Joudaismos‘, mit dem in der Antike ursprünglich, im Kontrast zu ‚Hellenismos‘, die Ablehnung griechischer Sitten und Bräuche seitens der Makkabäer bezeichnet wurde. Der Wortlaut knüpft an den hebräischen Ausdruck ‚Jehudi‘ an, mit dem zunächst Stamm und Königreich Juda, dann alle im persischen Exil lebenden Nachfahren der Israeliten gemeint waren. Im Mittelalter und später wurden mit ‚Joudaismos‘ oder Judentum auch Kontraste zum Christentum zum Ausdruck gebracht.

Definition

Gemeint ist sowohl die Gesamtheit der in der Welt lebenden Jüdinnen und Juden als auch deren besondere, von der jüdischen Religion (Tora) und Geschichte geprägte Kultur und Lebensweise.

Geschichte

Das Judentum blickt auf eine Geschichte von über drei Jahrtausenden zurück, seit es sich als Bund vorderasiatischer Stämme (Israel) herausbildete. Obwohl nach der Eroberung durch die Assyrer im 8. vorchristlichen Jahrhundert meist in der Diaspora unter fremder Herrschaft lebend, haben die Juden ihre Kultur mit der monotheistischen Religion im Zentrum trotz Verfolgung und Unterdrückung, schließlich auch Vernichtung von sechs Millionen Juden und Jüdinnen durch das deutsche NS-Regime in der Shoah, bis heute bewahrt. Auch der Zionismus und der aus ihm – neben der Erfahrung der Shoah – legitimierte Staat Israel sind aus der Diskriminierung des Judentums gefolgerte Konsequenzen. Denn Theodor Herzl hat die in seinem Buch Der Judenstaat (vgl. Herzl 2006) nach einschlägigen Vorerfahrungen und Vorarbeiten schließlich formulierte zionistische Idee einer nationalstaatlichen Heimstatt für Juden und Jüdinnen unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre (vgl. Pöttker 2008) entwickelt. Deren antisemitische Exzesse hatte er als Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse in Paris beobachten müssen.

Ausschlaggebend für die Bewahrung der jüdischen Kultur war und ist eine beharrliche, mit Anpassungsfähigkeit gepaarte Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse. Umgekehrt hat das Judentum eine bedeutende Rolle bei der Modernisierung der europäischen Kultur gespielt (Karady 1999). Beides zusammen prädestinierte Juden und Jüdinnen für den Journalistenberuf in seiner modernen Ausprägung. Für modernen Journalismus ist eine Reihe von Merkmalen charakteristisch: Autonomiebewusstsein, regelmäßiges Einkommen, Engagement für → Pressefreiheit, Grundpflicht zum Veröffentlichen, Respekt vor der Mündigkeit des → Publikums, ästhetische Kompetenz, empirischer Wahrheitsbegriff, Anonymität, Zeitdisziplin (vgl. Pöttker 2016: 104-110). Sie stimmen erkennbar mit externen und internen Faktoren der Geschichte und Kultur des Judentums überein.

Die ‚externen Faktoren‘ beruhen auf der in vielen Gesellschaften traditionell verbreiteten Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Menschen, wie sie etwa durch deren jahrhundertelange Ghettoisierung zum Ausdruck kommt, die Goethe in seiner Autobiographie ebenso knapp wie eindrücklich geschildert hat (vgl. Goethe 1964: 149f.). Von Bedeutung sind dabei auch ihre seit der Aufklärung wachsenden Chancen und Absichten, die Außenseiterposition zu überwinden und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Allerdings waren Juden und Jüdinnen seit dem Spätmittelalter „im allgemeinen die wichtigsten beruflichen Tätigkeiten verboten, die sie unmittelbar und massiv in Konkurrenz zu den als ‚einheimisch’ definierten, den feudalen Ständen angehörenden Personen gebracht hätten. […] Es blieben ihnen nur die Berufe des Austauschs und der Vermittlung zwischen Produzenten, Konsumenten und Kapitalbesitzern.“ (Karady 1999: 115f.) Gerade diese Berufe des Handels und der Geldwirtschaft waren aber für die Modernisierung von besonderer Bedeutung. Deshalb stieß man in „den neuen Berufen, die der Dynamik der Moderne entsprangen, […] proportional gesehen, häufiger auf Juden als auf Nichtjuden.“ (ebd.: 117f.)

Aufschlussreich ist, dass auch der Journalistenberuf, der u. a. für die Transparenz von Märkten sorgen und sie erst dadurch als Regulierungsmechanismen funktionsfähig machen kann, durch und mit dem Modernisierungsschub der Industrialisierung entstanden ist (vgl. Pöttker 2025) und – ähnlich wie die Handel- und Bankgewerbe – Juden nicht verschlossen war.

Jüdische Menschen waren aber auch wegen ihrer bewährten Techniken, mit feindlichen Umgebungen zurechtzukommen, für den modernen Journalismus prädestiniert. „Der Antijudaismus der Umwelt veranlaßte die Juden […], nach außen – in der Kleidung, bei den Transportmitteln, beim Wohnen – eine gewisse Askese walten zu lassen.“ (Karady 1999: 119) Zur asketischen Lebensweise passt die Anonymität des modernen Journalismus, bei der die Vermittlerperson hinter die Objekte der Vermittlung zurücktritt.

Ein weiterer Faktor, der auf das zwangsläufige Arrangement mit der Mehrheitsgesellschaft zurückgeht, ist die traditionelle Mehrsprachigkeit besonders der jüdischen Männer: „Die Notwendigkeit eines gewissen Grades an aktivem Bilingualismus stand im Mittelpunkt jeder lokalen oder regionalen jüdischen Kultur. In der Praxis lief das für viele erwachsene Männer auf einen Trilingualismus hinaus, da sie außer den jüdischen Sprachen die der ethnischen oder nationalen Umgebung beherrschten.“ (ebd.: 23) Auch die Mehrsprachigkeit und die daraus resultierende Fähigkeit zum Übersetzen nicht nur zwischen Sprachen, sondern auch zwischen Kulturen und Lebenswirklichkeiten, kommt der Vermittlungsaufgabe des modernen Journalismus entgegen.

Das alles erklärt, warum Juden und Jüdinnen in modernen Berufen tätig sein konnten. Es erklärt noch nicht, warum sie solche Berufe ergreifen und in ihnen besonders erfolgreich sein wollten. Dazu muss man auf ihr durch Aufklärung und Demokratisierung verstärktes Bestreben blicken, sich in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren. Dieses Ziel ließ sich durch Bildung oder Besitz erreichen. „Die Betroffenen hatten es sich gesagt sein lassen. Wohlstand war in deutschen Judengemeinden […] gut verbreitet: […] Auch das Bildungsgebot wurde in deutschen Judengemeinden ernst genommen. Der Übergang vom Bet- und Lernhaus zur intensiven Beschäftigung mit deutscher Literatur und Wissenschaft […] vollzog sich ohne Schwierigkeit.“ (Mayer 1977: 350)

Auch das aus der sozialen Ausgrenzung herrührende Erfolgsstreben prädestinierte Juden und Jüdinnen für den modernen Journalistenberuf. Beim Aufstiegsfaktor Bildung musste es ihren Sinn für das Prinzip → Öffentlichkeit aufschließen. Während das deutsche Bürgertum, gefangen in seiner „verspäteten Nation“ (vgl. Plessner 1974) und ökonomisch schwach, vor allem Bildung als Statussymbol betrachtete und deshalb für sich behielt, waren Juden unter dem Zwang zur gesellschaftlichen Anerkennung darauf angewiesen, nicht nur Bildung zu erwerben, sondern auch zu präsentieren; und das hieß: ihr erworbenes Bildungswissen an ein möglichst großes Publikum zu vermitteln. Dieser Sinn für publizistischen Erfolg musste dem ökonomischen Erfolg als Emanzipationsfaktor keineswegs widersprechen, denn das Ziel, ein maximales Publikum als Leser und Käufer zu erreichen, verbindet das publizistische fundamental mit dem kommerziellen Interesse. Dabei lag der Journalismus in seiner modernen, auf Autonomie bedachten Version nahe. Denn wenn sie ihre Öffentlichkeitsproduktion z. B. an politische, militärische, wissenschaftliche oder kirchliche Ziele gekoppelt hätten, wären Erfahrungen auf Gebieten nötig gewesen, die jüdischen Menschen traditionellerweise verschlossen waren.

Die ‚internen‘, mit dem Erbe ihrer Kulturtradition zusammenhängenden Faktoren haben dafür gesorgt, dass Jüdinnen und Juden nicht nur besonders motiviert waren, durch das Schaffen von Öffentlichkeit sozialen Erfolg zu suchen, sondern auch besonders befähigt, auf diesem Weg Erfolg zu finden. Auch diese Faktoren ließen das Judentum für die Modernisierung eine besondere Rolle spielen. Für die „Entwicklung der sozioökonomischen Tugenden, Kompetenzen und Neigungen weiter Teile der erwerbstätigen Bevölkerung spielte die Religion eine besonders wichtige Rolle, und zwar im Hinblick auf den religiösen Intellektualismus, das disziplinierte Verhalten und die kollektive Identität.“ (Karady 1999: 119) Was den Intellektualismus betrifft, waren „die Juden im vormodernen Europa die einzige religiöse Gruppe […], deren erwachsene männliche Mitglieder gewissermaßen zugleich alphabetisiert und zwei- oder mehrsprachig waren. […] In Zeiten, in denen für die breiten Volksschichten des katholischen und orthodoxen Europas eine elementare schulische Ausbildung selbst in den Städten noch nicht eingeführt war […], unterhielten die jüdischen Gemeinden […] einen Cheder, der praktisch der Gesamtheit der Knaben die Grundlagen einer religiösen Schriftkultur vermittelte.“ (ebd.: 120f.)

Diese Bedeutung der Literarität in der jüdischen Kulturtradition hat eine materielle Seite, die die Transformation der Religiosität in intellektuelle Tugenden förderte, welche für moderne Berufe typisch sind: „Das religiöse kulturelle ‚Kapital’ im weitesten Sinne – angefangen bei der Existenz von Schreibtischen, der Benutzung von Büchern, dem ‚gelehrten’ Habitus – konnte leicht zu einem intellektuellen ‚Kapital’ umgewandelt werden, das für bestimmte Berufe – Arzt, Rechtsanwalt, Journalist, Professor – nützlich war. Handwerkliche Industrien, die mit dem religiösen Intellektualismus in Zusammenhang standen, […] mündeten im übrigen direkt in weltliche Berufe etwa im Verlags- und Pressewesen […] ein.“ (Karady 1999: 121) Es ist also keineswegs auf eine „jüdische Verschwörung“ zurückzuführen, wie die antisemitische Propaganda behauptet, dass z. B. um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert Juden mit 18 Prozent unter den → Redakteuren der Berliner Presse deutlich überrepräsentiert waren (vgl. Requate 1995: 140-142); oder dass am Vorabend des Ersten Weltkriegs die drei überregionalen deutschen Qualitätszeitungen in → Verlagen erschienen, die von jüdischen Presseunternehmern gegründet worden waren: Rudolf Mosse (Berliner Tageblatt), Leopold Sonnemann (Frankfurter Zeitung) und Leopold Ullstein (Vossische Zeitung), während Moritz Goldstein, → Joseph Roth, Paul Schlesinger, Gabriele Tergit, Kurt Tucholsky oder → Theodor Wolff nur einige bekannte Namen unter den vielen jüdischen Journalisten und Journalistinnen der 1920er Jahre sind.

Neben der Literarität ist auch die zur Einhaltung der religiösen Pflichten notwendige Disziplin ein Modernisierungsfaktor: „Die räumliche Aufteilung des jüdischen Haushalts und die strenge religiöse Zeiteinteilung dienen als Paradigma eines rationellen ökonomischen Verhaltens, das in der Tat auch eine effiziente Einteilung der Arbeitszeit, Methodik, Ordnung und […] eine strenge Beachtung der übernommenen Aufgaben und Verpflichtungen voraussetzt.“ (Karady 1999: 123) Besonders die in der jüdischen Tradition angelegte Zeitdisziplin ist für modernen Journalismus mit seinem → Aktualitätsgebot von Bedeutung. Die Parallelen zwischen jüdischem und journalistischem Zeitrhythmus gehen bis ins Detail. „Der Handel, die Geldberufe und bestimmte Formen des Handwerks ließen es zu, die Sabbatruhe einzuhalten, die jüdischen Feste zu feiern und sich Zeit für das Talmudstudium […] freizuhalten.“ (ebd.: 121) Auch der Zeitungsjournalismus lässt Sabbatruhe zu, denn weil am christlichen Sonntag Tageszeitungen nicht erscheinen, ist der Samstag der typische Ruhetag von → Journalistinnen und Journalisten.

Ein prägnantes Beispiel für die starke Affinität zwischen Judentum und modernem Journalismus ist → Heinrich Heine, der in den 1830er und -40er Jahren als → Korrespondent aus Paris für die in Augsburg erscheinende Allgemeine Zeitung berichtet und diese Tätigkeit in Selbstzeugnissen reflektiert hat (vgl. Pöttker 2012). Heine hat früh modernen Journalismus in Kontrast zu einem programmatisch ambitionierten, zur Volkspädagogik neigenden, mit politischen oder religiösen Interessen und Institutionen verbundenen Gesinnungsjournalismus repräsentiert, dessen Tradition in Deutschland besonders kräftig ist und für den zu Heines Zeit z. B. Ludwig Börne stand, der zwar auch Jude war, sich aber weniger mit dem Judentum identifiziert, ja es verleugnet hat (vgl. Pöttker 2012: 367-373).

Gegenwart

Nach dem Ende des NS-Regimes wurde das angelsächsisch geprägte Modell des modernen, zumal auch von politischen Interessen und Institutionen unabhängigen, Journalismus mit Hilfe der westlichen Besatzungsmächte in der Bundesrepublik Deutschland implementiert. Fraglich ist allerdings, ob das angelsächsische und damit auch jüdische Modell hierzulande bis in die Tiefen des journalistischen Selbstverständnisses und der Medienorganisation verankert ist. Z. B. werden → Nachrichten- und → Kommentarredaktionen in Deutschland in aller Regel nicht getrennt wie bei der New York Times.

Dass es nach der Shoah zunächst nur noch wenige jüdische Menschen in Deutschland gab und jüdische Kulturtraditionen sich hier vor allem in Zielgruppenmedien wie der Jüdischen Allgemeinen zu erkennen geben, kann die Verankerung des modernen journalistischen Selbstverständnisses kaum gefördert haben. Lutz Hachmeister hat die These, dass ethnozentrischer Gesinnungsjournalismus seit einiger Zeit in Deutschland eine unterschwellige Renaissance erlebt, u. a. am Beispiel der „Deutschwerdung“ des zeitweiligen Spiegel-Kulturchefs Matthias Matussek illustriert, wobei er, anders als Rudolf Augstein und andere, Heine zutreffend als Antipoden dieser deutschen Tradition ausgemacht hat (vgl. Hachmeister 2007: 241-261).

Forschung

Untersuchungen zum Zusammenhang von Judentum und Journalismus sind dünn gesät. Die meisten Publikationen beziehen sich auf das Schicksal der jüdischen Presse im NS-Regime. Gut untersucht ist der nur auf den ersten Blick überraschende, als Mittel der Ausgrenzung durch die rassistischen Machthaber aber erklärbare Umstand, dass von Juden für Juden produzierte Zeitungen im NS-Regime zwischen 1933 und 1938 eine Blütephase erlebt haben, bevor sie unterdrückt und vernichtet wurden (vgl. Freeden 1987; Weiß 1988). Nicht zuletzt den jüdischen Zeitungen, in denen das Für und Wider von Emigration diskutiert wurde, ist es zu verdanken, dass gut die Hälfte der deutschen Juden vor der Vernichtung das Land verlassen hat.

Anlass zu Forschungen haben vor allem Ausstellungen gegeben (vgl. Poll 1967; Marten-Finnis/Nagel 2012). Die in Wien erscheinende Zeitschrift medien & zeit hat zum Thema Judentum und Journalismus zwei Themenhefte veröffentlicht, die hauptsächlich jüdischen Journalistinnen und Journalisten gewidmet sind, aber auch Werkstattberichte zu Forschungsthemen enthalten (Thema: Judentum und Journalismus). Ein Forschungsdesiderat ist die teilweise in Ladino, der Sprache der sephardischen Juden, teilweise in französischer Sprache erschienene jüdische Presse in Thessaloniki, wo Juden und Jüdinnen bis 1917 das Zentrum bewohnten und ausnahmsweise aus einer Mehrheitsposition heraus das städtische Leben prägten. Das Material dazu liegt in der französischen Nationalbibliothek, die die jüdischen Verleger als Abgabestelle betrachteten.

Literatur

Freeden, Herbert: Die jüdische Presse im Dritten Reich. Frankfurt a. M. [Athenäum] 1987.

Goethes Werke. Bd. IX. Textkritisch durchges. v. Lieselotte Blumenthal, m. Anm. v. Erich Trunz. Hamburg [Christian Wegner] 1964.

Hachmeister, Lutz: Nervöse Zone. Politik und Journalismus in der Berliner Republik. München [DVA] 2007.

Herzl, Theodor: Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage. Zürich [Manesse] 2006 (zuerst 1896).

Karady, Victor: Gewalterfahrung und Utopie. Juden in der europäischen Moderne. Frankfurt a. M [Fischer Taschenbuch] 1999.

Marten-Finnis, Susanne; Michael Nagel (Hrsg.): Die PRESSA. Internationale Presseausstellung Köln 1928 und der jüdische Beitrag zum modernen Journalismus. The PRESSA. International Press Exhibition Cologne 1928 and the Jewish Contribution to Modern Journalism. Bd. 1, 2. Bremen [edition lumière] 2012.

Mayer, Hans: Aussenseiter.  Frankfurt a. M. [Suhrkamp] 1977.

Plessner, Helmuth: Die verspätete Nation. Über die politische Verführbarkeit bürgerlichen Geistes. Frankfurt a. M. [Suhrkamp] 1974.

Poll, Bernhard: Jüdische Presse im 19. Jahrhundert. Aus dem Internationalen Zeitungsmuseum der Stadt Aachen. Aachen [Internationales Zeitungsmuseum] 1967.

Pöttker, Horst: Öffentlichkeit als Seismograph? Über Bedingungen der Enthüllungsfunktion von Medien am Beispiel der Dreyfus-Affäre. In: Bonfadelli, Heinz; Kurt Imhof; Roger Blum; Otfried Jarren (Hrsg.): Seismographische Funktion von Öffentlichkeit im Wandel. Wiesbaden [VS] 2008, S. 57-79.

Pöttker, Horst: Verspätete Modernisierung. Zur Tradition des (politischen) Gesinnungsjournalismus in Deutschland. In: Averbeck-Lietz, Stefanie; Petra Klein; Michael Meyen (Hrsg.): Historische und systematische Kommunikationswissenschaft. Bremen [edition lumière], 2009, S. 485-496.

Pöttker, Horst: Jude und Deutscher. Heinrich Heine als Pionier des modernen Journalismus. In: Marten-Finnis, Susanne, Michael Nagel (Hrsg.): Die PRESSA. Internationale Presseausstellung Köln 1928 und der jüdische Beitrag zum modernen Journalismus. The PRESSA. International Press Exhibition Cologne 1928 and the Jewish Contribution to Modern Journalism. Bd. 2. Bremen [edition lumière] 2012, S. 347-373.

Pöttker, Horst: „Alles Weltwichtige an Ort und Stelle betrachten und behorchen“. Heinrich Heine als Protagonist des modernen Journalismus. In: ders./Aleksandr Stan’ko (Hrsg.): Mühen der Moderne. Von Kleist bis Tschechow – deutsche und russische Publizisten des 19. Jahrhunderts. Köln [Herbert von Halem] 2016, S. 92-145.

Pöttker, Horst: Bewusstsein von der Aufgabe Öffentlichkeit. Der Journalistenberuf entsteht um 1700 in England. In: ders.: Beruf zur Öffentlichkeit. Ausgewählte Schriften zu Theorie, Ethik, Geschichte und Perspektive des Journalismus. Hrsg. v. Carsten Brosda u. Daniel Müller. Köln [Herbert von Halem] 2025, S. 208-232.

Requate, Jörg: Journalismus als Beruf. Entstehung und Entwicklung des Journalistenberufs im 19. Jahrhundert. Deutschland im internationalen Vergleich. Göttingen [Vandenhoeck & Ruprecht] 1995.

Thema: Judentum und Journalismus. In: medien & zeit, 18, 2, 2003, S. 2-58.

Thema: Judentum und Journalismus II. In: medien & zeit, 19, 1, 2004, S. 2-45.

Weiß, Konrad: Tragt ihn mit Stolz, den gelben Fleck. Die jüdische Presse im nationalsozialistischen Deutschland. In: medium, 18, 2, 1988, S. 51-56.

Vorheriger ArtikelAlternative Medien
Horst Pöttker
*1944, Prof. Dr., Gründungsherausgeber des Journalistikons. Von 1996 bis 2013 Professor am Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund. Seit 2017 Initiator und Mitherausgeber der Online-Zeitschrift Journalistik/Journalism Research. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Geschichte des Journalismus, Berufsethik, journalistische Darstellungsformen. Kontakt: horst.poettker (at) tu-dortmund.de Horst Pöttker hat Einführungsbeiträge geschrieben zur → Geschichte des Journalismus, → Berufsethik, zu → journalistischen Genres sowie zur → Pressefreiheit.