Literaturkritik

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Literaturkritik Mann durchbohrt Buch
Bild: DALL-E 3

Wortherkunft: Das Wort Literaturkritik ist aus dem lateinischen littera (Buchstabe, das Geschriebene, das Schriftstück, wissenschaftliche Kenntnisse) und dem griechischen κρίνειν (scheiden, unterscheiden, beurteilen) zusammengesetzt.

Definition

Idealtypisch und im Sinne der Wortherkunft entwickelt die Literaturkritik ‚Unterscheidungen‘ von veröffentlichten ‚literarischen‘ Texten. In den Literaturkritik-Rubriken deutscher Medien werden nicht nur belletristische, sondern auch Bücher der populären und wissenschaftlichen Sachliteratur besprochen. Die Autoren von Literaturkritiken sind meist freie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Die Literaturkritik steht kultur- und mediengeschichtlich in engem Zusammenhang mit den jeweiligen gesellschaftlichen und medialen Bedingungen. Sie hat mehrere, von Fall zu Fall unterschiedlich gewichtete Funktionen: Sie informiert und orientiert über die Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt und gibt den Interessenten Hilfen bei der Auswahl ihrer Lektüre, sie hat didaktische und in manchen Fällen auch unterhaltende Anteile. Sie stößt die Kommunikation über Literatur an und ist ein Teil dieser Kommunikation.

Das → Genre der Literaturkritik bewegt sich zwischen Literatur, Literaturwissenschaft, Journalismus und Unterhaltung. Unter den aktuellen Bedingungen des digitalen Medienwandels ist eine weitere Ausdifferenzierung von Formen und Formaten und eine stärkere aktive Beteiligung des lesenden Publikums zu beobachten.

Als Kern der Literaturkritik wurde lange Zeit die Rezension angesehen: Sie besteht in der Regel aus einer Skizze des Inhalts, Informationen zu Biographien und Werken der Autoren und Anmerkungen zur formalen Konstruktion des rezensierten Buchs. Hinzu kommt zwingend eine Bewertung, deren Maßstäbe dargelegt werden sollten.

Inzwischen überwiegen in der Literaturkritik andere Formen – wie Autorenportraits, → Interviews, Kritikergespräche im Hörfunk und in → Podcasts, Empfehlungen und Tipps in unterschiedlicher Länge und Ausprägung.

Geschichte

In Europa begann professionelle → Kritik im 17. Jahrhundert in wissenschaftlich orientierten Zeitschriften. Im aufklärerischen 18. Jahrhundert etablierte sich in Deutschland allmählich eine Form der literarischen Kritik, die zunächst noch vielgestaltig war – beliebt waren beispielsweise Dialoge, und sehr bekannt wurden die polemischen Xenien Goethes und Schillers in Versform.

Der Literaturwissenschaftler und -kritiker Friedrich von Blanckenburg (1774: V) machte auf die damals von manchen gebildeten Zeitgenossen als sittengefährdend angesehene Popularität der Romanliteratur beim weiblichen Publikum aufmerksam und zitierte einen anonymen „Epigrammatisten“:

„Mit kühnen, treuen, frommen Rittern,
Verdarb sich der Geschmack von unsern guten Müttern;
Mit feinerm Witz, empfindungsvollen Scherzen,
Verdirbt man unsrer Töchter Herzen.“

Eine systematische Anstrengung, die Belletristik seiner Zeit zu erfassen, unternahm Friedrich Nicolai in seiner von 1765 bis 1806 erscheinenden Rezensionszeitschrift Allgemeine Deutsche Bibliothek, die den Anspruch hatte, alle Titel des deutschsprachigen Buchmarktes zu besprechen, aber nur etwa ein Fünftel tatsächlich bewältigen konnte (Bogner 2025: 37).

Literaturkritik wurde in der romantischen Ära als unverzichtbares Element des literarischen Lebens betrachtet, als literarische Gattung sui generis:

„Wer entsiegelt das Zauberbuch der Kunst und befreyt den verschloßnen heiligen Geist ? — Nur der verwandte Geist.“ (Schlegel 1800: 34)

Viele Literaturkritiken um 1800 finden sich im Briefverkehr der literarischen Intelligenz, der auch ohne Druckwerke zu einer schnellen Zirkulation von Meinungen und Urteilen beitrug. Dem Kreis der romantischen Literaten, aber auch dem Autor Friedrich Schiller selbst wurde auf diese Weise die Äußerung von Caroline Schlegel über das Lied von der Glocke bekannt, dass sie nämlich beim Lesen „vor Lachen beinahe vom Stuhl fiel“ (nach Fambach 1957: XVII). Gleichzeitig vermehrte sich allerdings die Zahl literarischer Zeitschriften, die voll von Rezensionen literarischer Texte waren – und die sich auch gegenseitig rezensierten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fand Literaturkritik fast ausschließlich in literarischen Periodika statt. Dann kamen allmählich populäre und illustrierte Zeitschriften in hohen Auflagen auf den Markt, die auf die Lebenswelt kleinbürgerlicher Schichten zielten und unterhaltsame, weniger anspruchsvolle Buch- und Autorenportraits anboten.

Mit dem Aufstieg der Massenpresse fanden Literatur-, Theater-, Musik- und Kunstkritiken regelmäßig Eingang in die Tageszeitungen. Die Qualität der Kritiken war unterschiedlich und reflektierte auch hier die Zielgruppen und Tendenzen der Blätter. Unter nationalsozialistischer Herrschaft gab es keine Kritik mehr, sondern nur noch empfehlende ‚Besprechungen‘. Der deutsche → Rundfunk sendete in den ersten Jahrzehnten seiner Existenz zwar Lesungen und Gespräche mit Schriftstellern, aber nicht viele Buchbesprechungen. Erst nach seiner Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Autoren und → Redakteure (oft in Personalunion – wie zum Beispiel Alfred Andersch und Helmut Heißenbüttel) Sendeformate, in denen → Essays und Kritik Platz fanden.

Literaturkritik wurde bis in die 1980er Jahre hinein immer noch oft als literarisches Genre betrachtet. Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer sammelte in den 1960er und 1970er Jahren in mehreren Bänden Literaturkritiken, die von deutschen Schriftstellern verfasst worden waren. Solche ‚Meisterwerke‘ prägten den Anspruch an die feuilletonistische Literaturkritik. Die Tagungen der literarischen Gruppe 47 führten Autorinnen und Autoren, Verleger und Kritiker gleichberechtigt zusammen, und nach Lesungen aus unveröffentlichten Werken übten die Anwesenden eine harte, ausschließlich werkimmanente, von persönlichen Standpunkten geleitete Kritik. Kontextuelle gesellschaftspolitische oder kulturelle Bezüge wurden als ‚sachfremd‘ angesehen und nicht thematisiert. ‚Großkritiker‘ wie zum Beispiel Reinhard Baumgart, Jörg Drews, Walter Jens, Joachim Kaiser, Fritz J. Raddatz und → Marcel Reich-Ranicki befriedigten mit ihren Rezensionen die Bedürfnisse gebildeter Publikumsschichten nach Orientierung und Belehrung. In den 1980er Jahren wandelte sich die Literaturkritik in der kritischen Sicht Hans Magnus Enzensbergers jedoch in ein Instrument, das nicht mehr auf die öffentliche Diskussion kultureller Normen zielte, sondern leicht eingängiges „Gequassel“ (1988: 55 ff.) verbreitete.

Gegenwärtiger Zustand

Das überlieferte Modell der Literaturkritik mit seinen ‚Kritikerpäpsten‘, anspruchsvollen → Feuilletons und einer bürgerlich-akademischen Leserschicht ist dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb um → Aufmerksamkeit und Sympathie zum Opfer gefallen. Die ästhetischen Urteile der Kritiker interessieren die → Öffentlichkeit nicht mehr. Noch 1961 bestand der konservative Publizist Friedrich Sieburg darauf, dass Kritik ein „Akt der Autorität“ sei, „der sich am Kunstwerk bewährt“ (Sieburg 1961: 17). Heute hat die durch textbasierte und audio-visuelle → Massenmedien verbreitete Literaturkritik ihre Deutungshoheit verloren.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts strukturieren → digitale Medien viele Lebenssphären. Ihre Angebote werden massenhaft genutzt, sie sind jedoch keine Massenmedien, von denen sie sich durch ihre Kommunikationsform unterscheiden. Massenmedien adressieren die Allgemeinheit nach dem Schema ‚one-to-many‘, während Netzmedien ihre Nutzer partizipativ nach dem Schema ‚many-to-many‘ verknüpfen. Während der Anspruch der Massenmedien die Verfügung über das Relevante – und im Fall von Diktaturen auch das verpflichtend Allgemeine – ist, repräsentieren Netzmedien das Partikulare, das erst durch wechselseitige Anerkennung das Allgemeine hervorbringen kann.

Es gibt derzeit noch keine umfassende Studie, „die die mediale Entwicklungsgeschichte der Literaturkritik und den formalen Einfluss der Medien auf die Darstellung der Literaturkritik untersuchen würde“ (so Schmitt-Maaß 2019: 280). Dennoch verdichten sich Beobachtungen zu Zusammenhängen. Der schon in den 1990er Jahren erkennbare Trend zur Ersetzung hochkultureller Standards durch Infotainment setzt sich zunehmend auch auf dem Gebiet der Literaturkritik durch. In den überregionalen Tageszeitungen verdrängt das aus Autorenportraits und Interviews bestehende „literarische Leben“ (so eine Rubrik in der FAZ) den Rezensionsteil. Aus den Kulturwellen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verschwinden viele der Literatur gewidmete Sendestunden, und auch in den verbleibenden Magazinformaten gibt es nur noch wenig echte Rezensionen, dafür mehr Gespräche mit Autoren oder Plaudereien mit Kritikern (z. B. Lesart oder Druckfrisch), von denen Empfehlungen und keine kritischen Analysen erwartet werden.

Parallel zu diesem Formatwandel entwickeln sich literaturbezogene Online-Angebote mit ambivalenten Zügen. Auffällig ist der Trend zu Podcasts, die von Hörfunk- und Zeitungsredaktionen, von Verlagen, von vielen unabhängigen Initiativen und auch von Influencern bereitgestellt werden. Hinzu kommen textbasierte Rezensions- und Buchpräsentationsportale (wie literaturkritik.de und literaturcafe.de) und ein täglicher Reader’s Digest der noch vorhandenen Buchkritiken (perlentaucher.de). Booktuber, Bookstagrammer und Booktoker bieten audiovisuelle Unterhaltung und Empfehlungen, die allerdings selten kontrovers sind. In vielen deutschen Städten gibt es überdies Buchclubs und regelmäßige Treffen von Lesegemeinschaften. Einige dieser Kommunikationsformen haben mit → Kulturjournalismus und traditionellen Formen der Literaturkritik keine Ähnlichkeit mehr, sind jedoch die konsequente Fortsetzung des angedeuteten Pfades der Ersetzung von Kritik durch Infotainment und Interaktion. Auch erste → KI-gestützte Rezensionsautomaten sind bereits auf dem Markt (z. B. Quillbot). Insgesamt gibt es jedoch ein vielfältigeres und reichhaltigeres Angebot an Buchbesprechungen als vor einigen Jahrzehnten.

Die Veränderungen im Genre der Literaturkritik reflektieren einerseits den → Medienwandel, andererseits aber auch die Prozesse auf dem Literaturmarkt. Verlage reagieren auf den Lesermarkt, der sich auf den → Social-Media-Plattformen artikuliert, durch ihre Programmgestaltung und die Gründung neuer genre-orientierter Imprints (wie Young Adult, New Adult, Romance). Inhaltlich anspruchsvollere oder gar formal experimentelle literarische Titel und auch wissenschaftsbasierte Sachbücher hingegen finden ein geringeres Echo.

Forschungsstand

Gegenstand literaturwissenschaftlicher Untersuchungen ist die Literaturkritik seit dem 18. Jahrhundert. Ihre Geschichte wurde mehrfach umfassend dargestellt – beispielsweise von Fambach (1953 ff.) und von Wellek (1959 ff.). Nicht immer waren die Einordnungen so radikal elitär wie die von Ernst Robert Curtius (1963): „Kritik ist die Literatur der Literatur.“ Meistens wurde Literaturkritik allerdings in die Nähe der literarischen Essayistik gerückt und nicht als journalistisches Tagesgeschäft beschrieben.

Es gibt Studien zu vielen einzelnen Literaturkritikern, vor allem solchen, die eine Doppelexistenz als Schriftsteller und Kritiker führten. Besonders viele Arbeiten wurden über Marcel Reich-Ranicki geschrieben (beispielsweise Reus 2020, richtiggehend skandalerregend der Roman Martin Walsers 2002), der häufig für die Öffnung der deutschen Literaturkritik zur Unterhaltung plädierte.

Ein DfG-Symposion unternahm 1989 eine Bestandsaufnahme der Geschichte und des Nachdenkens über Literaturkritik (Barner 1990). Der Kritiker und Essayist Heinrich Vormweg stellte in einem Beitrag lapidar fest: „Man braucht die Literaturkritik nicht mehr“ – um dann doch nach Chancen für sie Ausschau zu halten, die er als einer der wenigen Literaturkritiker vor allem auf dem Gebiet der sich ständig wandelnden Sprache vermutet.

Nicht so häufig wie in der Literaturwissenschaft wird Literaturkritik auch in kommunikationswissenschaftlichen Arbeiten behandelt. Lehrbücher über Kulturjournalismus streifen das Thema oft nur. Bei Anz und Baasner (2004) und Lüddemann (2015) finden sich Ausführungen zum Aufbau von Rezensionen. Der Sammelband Die Rezension (Bartl/Behmer 2017) enthält einige Beiträge über nicht-professionelle Formen der Literaturkritik, und im Handbuch Literaturkritik (Horst 2025) sind den journalistischen Aspekten etliche knappe Untersuchungen gewidmet.

In Beiträgen, die den gegenwärtigen Zustand und die Entwicklungsmöglichkeiten der Literaturkritik unter den Bedingungen des digitalen Wandels beschreiben, findet sich viel Kritik und wenig Akzeptanz des aktuellen Stands und der absehbaren Entwicklungen. Eine Perspektive, die der Literaturkritik eine Stelle und eine Funktion innerhalb des größer gewordenen Kommunikationsgefüges über Literatur vorzeichnet, fehlt bislang.

Literatur

Anz, Thomas; Rainer Baasner (Hrsg.): Literaturkritik. Geschichte – Theorie – Praxis. München [Beck] 2004.

Barner, Wilfried (Hrsg.): Literaturkritik – Anspruch und Wirklichkeit. DFG-Symposion 1989. Stuttgart [Metzler] 1990.

Bartl, Andrea; Markus Behmer (Hrsg.): Die Rezension: aktuelle Tendenzen der Literaturkritik. Würzburg [Königshausen & Neumann] 2017.

Blanckenburg, Friedrich von: Versuch über den Roman. Leipzig und Liegnitz [bey David Siegerts Wittwe] 1774.

Bogner, Ralf: Die Formierung der Literaturkritik im 17. und 18. Jahrhundert. In: Horst, Christoph auf der; Sabine Brenner-Wilczek (Hrsg.): Handbuch Literaturkritik. Geschichte – Systematik – Praxis. Berlin [Metzler] 2025, 33–40.

Curtius, Ernst Robert: Kritische Essays zur europäischen Literatur. 3. Aufl. Bern und München [Francke] 1963.

Disanto, Giulia A.: Hans Werner Richter und die literaturkritische Debatte im Nachkriegsdeutschland. In: Kaulen, Heinrich; Christina Gansel (Hrsg.): Literaturkritik heute. Tendenzen – Traditionen – Vermittlung. Göttingen [V & R unipress] 2015, 253–266.

Enzensberger, Hans Magnus: Mittelmaß und Wahn. Gesammelte Zerstreuungen. Frankfurt am Main [Suhrkamp] 1988.

Fambach, Oskar: Ein Jahrhundert deutscher Literaturkritik (1750–1850). 5 Bände. Berlin [Akademie-Verlag] 1953-1964.

Graf, Guido; Ralf Knackstedt; Kristina Petzold (Hrsg.): Rezensiv – Online-Rezensionen und Kulturelle Bildung. Bielefeld [Transcript] 2021.

Horst, Christoph auf der; Sabine Brenner-Wilczek (Hrsg.): Handbuch Literaturkritik. Geschichte – Systematik – Praxis. Berlin [Metzler] 2025, 33–40.

Kaulen, Heinrich; Christina Gansel (Hrsg.): Literaturkritik heute. Tendenzen – Traditionen – Vermittlung. Göttingen [V & R unipress] 2015.

Lauer, Gerhard: Lesen im digitalen Zeitalter. Darmstadt [wgb Academic] 2020.

Lüddemann, Stefan: Kulturjournalismus. Medien, Themen, Praktiken. Wiesbaden [Springer VS] 2015.

Mayer, Hans (Hrsg.): Meisterwerke deutscher Literaturkritik. Aufklärung. Klassik. Romantik. Stuttgart [Goverts] 1962.

Mayer, Hans (Hrsg.): Deutsche Literaturkritik. Vom Dritten Reich bis zur Gegenwart (1933–1968). Frankfurt am Main [Fischer] 1978.

Reich-Ranicki, Marcel: Meine deutsche Literatur seit 1945. München [Deutsche Verlags-Anstalt] 2015.

Reus, Gunter: Marcel Reich-Ranicki. Kritik für alle. Darmstadt [wbg Theiss] 2020.

Schlegel, Friedrich: Ideen. In: Schlegel, August Wilhelm von; Friedrich von Schlegel (Hrsg.): Athenäum, Bd. 3. Berlin [Frölich] 1800.

Schmitt-Maaß: Kritischer Kannibalismus. Eine Genealogie der Literaturkritik seit der Frühaufklärung. Bielefeld [Transcript] 2019.

Sieburg, Friedrich: Nur für Leser. Jahre und Bücher. München [DTV] 1961.

Walser, Martin: Tod eines Kritikers. Roman. Frankfurt am Main [Suhrkamp] 2002.

Wellek, René: Grundbegriffe der Literaturkritik. Stuttgart [Kohlhammer] 1965.

Wellek, René: Geschichte der Literaturkritik. 4 Bände. Berlin, New York [de Gruyter] 1959, 1977, 1978, 1990.

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Hermann Rotermund
Prof. Dr., lehrte Medienwissenschaft an der Rheinischen Fachhochschule Köln und an der Leuphana-Universität Lüneburg. Er studierte in Frankfurt am Main Soziologie und Germanistik und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter, freier Autor, Kurator und mit einer eigenen Verlagsagentur tätig. Von 1996 bis 2000 war er an der Gründung öffentlich-rechtlicher Onlinemedien beteiligt. Forschungsinteressen: Medienwandel, Geschichte des Formbegriffs. Website: weisses-rauschen.de